Azolla filiculoides

Crassula helmsii

Egeria densa

Eichhornia crassipes

Elodea canadensis

Elodea nuttallii

Hydrocotyle ranunculoides

Hygrophila polysperma

Lagarosiphon major

Lemna aequinoctialis

Lemna minuta

Lemna turionifera

Myriophyllum aquaticum

Myriophyllum heterophyllum

Pistia stratiotes

Sagittaria sagittifolia

Vallisneria spiralis

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  Lemna turionifera Landolt (Rote Wasserlinse, Lemnaceae)
 

Beschreibung der Art

Den Namen Lemna turionifera verdankt die Art den oft an den Sproßgliedern verkommenden Turionen. Diese werden von den Pflanzen im Herbst gebildet, bevor die Pflanzen absterben. Die Turionen sinken auf den Boden der Gewässer, wo sie den Winter überdauern.

Die Pflanzen sind (1,4) 2,0 - 3,0 (4,0) mm lang, symmetrisch bis manchmal kreisrund und unterseits flach (Wolff & Orschiedt 1993). Aufgrund der sehr häufig anzutreffenden Anthocyan-Bildung bei den Pflanzen der Art, sind die Pflanzen oberseits meist purpur bis dunkel oliv-violett und unterseits purpur gefärbt. Diese Färbung kann entweder flächig oder aber auch nur auf einige Stellen beschränkt sein, wie z.B. auf die Nodien.

Herkunftsgebiet der Art und weitere Vorkommen weltweit

Landolt (1975) beschreibt als natürliche Verbreitungsgebiete kontinentale Regionen Nordamerikas und Ostasiens. Die Art übersteht mittlere Januartemperaturen von -20°C und kommt selbst in sehr trockenen Regionen vor. Aber auch außerhalb dieser Regionen ist die Art schon beschrieben worden, Ryman & Anderberg (1999) beschreiben so beispielsweise ein subspontanes Vorkommen in Schweden.

Die Verbreitung der Art in Europa

Der Erstnachweis für Europa gelang Wolff & Orschiedt (1993) anhand von Fotos aus dem Jahr 1966 aus dem Karlsruher Raum. Aber auch aus anderen Gebieten Deutschlands (u.a. Heckmann 1984) und anderen europäischen Ländern sind Vorkommen bekannt geworden (Wolff & Landolt 1994, Wolff & Bruinsma 2005).

Die Verbreitung von Lemna turionifera in NRW

In Nordrhein-Westfalen gelangen Wolff & Raabe (1991) und Abts (1994) zu Beginn der 1990er Jahre die ersten Nachweise von Lemna turionifera, es folgten weitere, vor allem in der Region des Niederrheins, wo sich auch derzeit noch das Hauptverbreitungsgebiet dieser Art in Nordrhein-Westfalen befindet.

Das weitere Ausbreitungspotential der Art

Lemna turionifera ist in anhaltender Ausbreitung begriffen. Inwieweit sich im Zuge dieser Ausbreitung Probleme an einzelnen Standorten entwickeln könnten, ist nicht vorherzusagen.

 

Verbreitungskarte NRW
 
   
 

Literatur zum Thema

Landolt, E. (1975): Morphological differentiation and geographical distribution of the Lemna gibba-Lemna minor group. Aquatic botany 1: 345-363.

Ryman, S. & Anderberg, A. (1999): Five species of introduced duckweeds. – Svensk Botanisk Tidskrift 93 (3): 129-138.

Wolff, P. (1995): Zur Soziologie- und Ökologie von Lemna turionifera Landolt, einer für den Niederrhein und die Niederlande neuen Wasserlinse. Decheniana 148: 51-59.

Wolff, P. & Bruinsma, J. (2005): Knopkross (Lemna turionifera LANDOLT) nieuw voor Nederland. – Gorteria 31 (1): 18-26.

Wolff, P., Diekjobst, H. & Schwarzer, A. (1994): Zur Soziologie und Ökologie von Lemna minuta H., B. & K. in Mitteleuropa. – Tuexenia 14: 343-380.

Wolff, P. & Landolt, E. (1994): Spread of Lemna turionifera (Lemnaceae), the red duckweed, in Poland. – Fragmenta Floristica et Geobotanica 39 (2): 439-451.

Wolff, P. & Orschiedt, O. (1993): Lemna turionifera LANDOLT – eine neue Wasserlinse für Süddeutschland, mit den Erstnachweisen für Europa. – Carolinea 51: 9-26.

Wolff, P. & U. Raabe (1991): Lemna turionifera LAND. in Westfalen. – Berichte des Naturwissenschaftlichen Vereins Bielefeld und Umgebung 32: 381 – 385.

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