Eichhornia crassipes
Lemna aequinoctialis
Pistia stratiotes
Sagittaria sagittifolia
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| Lemna minuta Kunth (= Lemna minuscula Herter, Zierliche Wasserlinse, Lemnaceae) | ||
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Beschreibung der Art Lemna minuta ist die kleinste bei uns anzutreffende Art der Gattung Lemna. Die Pflanzen sind (0,8) 1,0 - 2,9 (4) x (0,5) 0,7 - 1,9 (2,5) mm groß und besitzen 1 - 3 (4) einnervige Glieder. Die Pflanzen sind fast immer symmetrisch, der Vorderrand ist oft etwas spitzbogig. Die Lufthöhlen und Nerven reichen bis höchstens 3/4 der Strecke vom Nodium bis zum Apex. Entlang der Längsachse der Oberseite ist immer ein Grat in Form eines flachen Satteldaches vorhanden. Der Apex ist (von oben gesehen) wenig herabgebogen, flach oder etwas aufwärtsgebogen. Die Oberfläche ist grau- bis dunkelgrün, eher glänzend und etwas gekörnelt (Wolff 1991). Herkunftsgebiet der Art und weitere Vorkommen weltweit Lemna minuta ist auf dem amerikanischen Kontinent heimisch, weitere adventive Vorkommen finden sich in Europa und Japan (Landolt 1986, 1990). Die Verbreitung der Art in Europa In europäischen Ländern trat Lemna minuta erstmals ab 1965 auf, so z.B. in England, Frankreich und der Schweiz (Diekjobst 1983). Erstfunde dieser Art aus Deutschland stammen aus der Hochrheinebene (Wolff 1991). Die Art besitzt hier auch heute noch ihr größte Ausdehnung, wobei allerdings auch eine weite Ausbreitung in andere Gebiete Deutschlands stattgefunden hat (Wolff 1991). Es wird angenommen, daß die Ausbreitung in Deutschland von Lemna minuta vom Oberrhein aus durch Wasservögel erfolgt ist. Nach Landolt (1986 u. 1990 in Wolff 1991) hat die Art bestimmte Ansprüche an das vorhandene Klima, wobei die mittlere Wintertemperatur über - 1 °C und die mittlere Sommertemperatur bei + 16 bis + 26 °C liegen muß. Zudem müssen mindestens 170 Tage im Jahr Temperaturen über 10 °C aufweisen. Wolff (1991) bezeichnet die Art mittlerweile als voll eingebürgert, da sie sich nach seiner Ansicht in der potentiellen natürlichen Vegetation behaupten könne. Sie besetzt seiner Meinung nach nur bislang unbesetzte Nischen und übt keinen Verdrängungsdruck auf die heimische Vegetation aus. Nach Wolff et al. (1994) ist Lemna minuta weiterhin in Ausbreitung begriffen, die Autoren beschreiben jedoch von einigen Gewässern auch eine Verdrängung von Lemna minuta durch Lemna turionifera. Die Verbreitung von Lemna minuta in NRW In Nordrhein-Westfalen wurden in der Erft 1981 die ersten Bestände von Lemna minuta nachgewiesen, wobei die Art schon zu diesem Zeitpunkt in weiten Teilen der Erft von Bedburg an flußabwärts nachgewiesen werden konnte (Diekjobst 1983, Wolff 1991, Diekjobst & Wolff 1995). Bereits einige Jahre später reichten die Vorkommen erftaufwärts bis Glesch (Diekjobst & Wolff 1995). Bei neuen Untersuchungen im Jahr 2003 konnte Lemna minuta in weiten Teilen der Erft nachgewiesen werden, wobei die Art oftmals mit Lemna minor und Azolla filiculoides vergesellschaftet war. Diekjobst & Wolff (1995) sprechen im Fall der Vergesellschaftung von Azolla filiculoides und Lemna minuta von einer standortangepaßten Neophyten-Assoziation, dem Azollo filiculoidis-Lemnetum minusculae. Neben der Erft ist die Art aber auch in vielen anderen nordrhein-westfälischen
Gewässern anzutreffen (u.a. Raabe 1984, Wolff 1991), wobei die Art
auch in der Lage ist, nicht thermisch belastete Gewässer dauerhaft
zu besiedeln und bedeckt z.T. ganze Wasserflächen. Das weitere Ausbreitungspotential der Art Aufgrund der in der Literatur beschriebenen Ausbreitung in Deutschland in den letzten Jahrzehnten ist auch in Zukunft mit einer weiteren Ausbreitung der Art zu rechnen, ohne daß jedoch großräumig eine Verdrängung einheimischer Arten auftreten wird. Lediglich in kleineren stehenden Gewässern könnten aufkommende Dominanzbestände der Art einen entscheidenden Einfluß auf die einheimische Vegetation haben. |
Verbreitungskarte NRW | |
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Literatur zum Thema Abts, U.W. (1994): Neue und bemerkenswerte Blütenpflanzen des Niederrheins unter besonderer Berücksichtigung kritischer und schwer unterscheidbarer Sippen. Floristische Rundbriefe 28(2): 6-24 Denys, L., Packet, J. & Van Landuyt, W. (2004): Neofyten in het Vlaamse water: signalement van vaste waarden en rijzende sterren. Natuur.focus 3(4): 120-128 Diekjobst, H. (1983): Zur gegenwärtigen Verbreitung von Lemna minuscula Herter in der unteren Erft. Göttinger Floristische Rundbriefe, 17: 168-173 Diekjobst, H. & Wolff, P. (1995): Das Mexikanische Eichenblatt (Shinnersia rivularis) und andere aquatische Neophyten in der unteren Erft. Natur am Niederrhein 10 (2): 41-48 Hauepler, H., A. Jagel & W. Schuhmacher (2003): Verbreitungsatlas der Farn- und Blütenpflanzen in Nordrhein-Westfalen. Hrsg.: Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten NRW, Recklinghausen. Hussner, A. & Lösch, R. (2005): Alien aquatic plants in a thermally abnormal river and their assembly to neophyte-dominated macrophyte stands (River Erft, Northrhine-Westphalia). Limnologica 35: 18-30 Landolt, E. (1986): The family of Lemnaceae – a monographc study. Volume 1.= Biosystematic investigations in the family of duckweeds (Lemnaceae) (Vol. 2). Veröff. Geobot. Inst. ETH, Stift. Rübel, Heft 71, Zürich, 566 S. Landolt, E. (1990): Über zwei seit kurzer Zeit in Europa neu beobachtete
Lemna-Arten. Razprave 4, razreda SAZU 31(8): 127-135 Raabe, U. (1984): Lemna minuscula Herter auch in Westfalen. Göttinger Floristische Rundbriefe 18: 42 Wolff, P. (1991): Die zierliche Wasserlinse, Lemna minuscula Herter: Ihre Erkennungsmerkmale und ihre Verbreitung in Deutschland. Floristische Rundbriefe 25 (2): 86-98 Wolff, P., Diekjobst, H. & Schwarzer, A. (1994): Zur Soziologie und Ökologie von Lemna minuta H., B. & K. in Mitteleuropa. Tuexenia 14: 343-380 Zonderwijk, M., Schmidt, G., Stegeman-Broos, E., Gerard, R., Teekens, HJ., Huisintveld, A., Croese, T., Dammers, W., Wind, J., Werkman, W., Neurink, H. & Hekkink, H. (2004): Uitheemse plaagplanten in Twentse wateren. 24 S. |
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