Azolla filiculoides

Crassula helmsii

Egeria densa

Eichhornia crassipes

Elodea canadensis

Elodea nuttallii

Hydrocotyle ranunculoides

Hygrophila polysperma

Lagarosiphon major

Lemna aequinoctialis

Lemna minuta

Lemna turionifera

Myriophyllum aquaticum

Myriophyllum heterophyllum

Pistia stratiotes

Sagittaria sagittifolia

Vallisneria spiralis

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  Elodea canadensis Michx. (Kanadische Wasserpest, Hydrocharitaceae)
 

Beschreibung der Art

Elodea canadensis besitzt 7 – 17 mm lange Blätter mit einer Breite von 1 – 5 mm sowie einem meist fein gesägten Blattrand (Casper & Krausch 1980). Die länglichen bzw. linealischen bis ei-lanzettlichen Blätter sitzen im oberen und mittleren Bereich des Stengels in 3 (4-5) zähligen Quirlen, die im oberen Bereich des Stengels z.T. dicht gedrängt stehen, im unteren Bereich des Stengels sind die Blätter z.T. auch gegenständig angeordnet. Die Blüten sind eingeschlechtlich und 2häusig, sehr selten zwittrig, und entspringen einzelnd einer, in einer der Achseln der oberen Blätter sitzenden Spatha. Die männliche Blüten befinden sich einzelnd in 1 - 2 cm langer, an der Spitze 2spaltiger Spatha; die Kelchblätter sind 3,5 - 5 mm lang und 2 - 2,5 mm breit und elliptisch, die Kronblätter sind 5 mm lang, 0,3 - 0,7 mm breit, weiß und löffelförmig.

Die weiblichen Blüten befinden sich einzeln in einer walzlichen Spatha; der stielartige, fadenförmige Halsteil (Hypanthium) ist 2 - 15 (30) cm lang. Die Kelchblätter sind 2 - 2,3 mm lang, 1,1 mm breit, länglich elleptisch; die Kronblätter sind 2,6 mm lang, 1,3 mm breit, weiß und breit elliptisch-spatelig (Casper & Krausch 1980).

Elodea canadensis bevorzugt nicht zu tiefe, stehende oder langsam fließende Gewässer mit relativ kühlem Wasser (Wolff 1980). Spicer & Catling (1988) geben als optimale Temperaturen 10 – 25 °C an, weisen aber auch darauf hin, das selbst unter einer geschlossenen und mit Schnee bedeckten Eisschicht die Pflanzen als intakte Pflanzen im 1-4 °C kalten Wasser überdauerten.

Elodea canadensis ist in Ausnahmefällen bis in Tiefen von 16 m nachgewiesen worden (Kozhova & Izhboldina 1993). In den meisten Fällen finden sich die Bestände allerdings in geringeren Wassertiefen, wobei die Bestände oftmals in relativ flachem, bis zu 3 m tiefen Wasser anzutreffen sind (Casper & Krausch (1980) geben als maximale Tiefe lediglich 3 m an, was aufgrund dieser und weiterer Literaturangaben nicht ausreichend erscheint).

Zur Bestimmung der Arten der Gattung Elodea

Bei der Bestimmung von Elodea canadensis kommt es leider oftmals zu Verwechslungen mit Elodea nuttallii, weshalb auf zusätzliche Bestimmungsliteratur verwiesen werden soll. Weitere geeignete Bestimmungsliteratur (neben den einschlägigen Standardwerken) und verschiedene Hinweise auf Bestimmungsmerkmale finden sich so beispielsweise in Catling & Wojtas (1986), Spicer & Catling (1988), Bowmer et al. (1995) sowie bei van de Weyer (2004).

Herkunftsgebiet der Art und weitere Vorkommen weltweit

Die Kanadische Wasserpest stammt ursprünglich aus den USA und dem Süden Kanadas (Catling & Wojtas 1986). Nach Spicer & Catling (1988) ist die Art die verbreiteste einheimische Art der Gattung Elodea in Nord-Amerika. Wolff (1980) gibt für die Art heutzutage eine weltweite Verbreitung an (s.a. Cook & Urmi-König 1985, Kozhova & Izhboldina 1993, Kohler et al. 2000), mit Vorkommen in Indien, Australien, Neuseeland und von Europa bis Nordafrika, aber auch aus Norwegen ist ein Vorkommen bekannt (Kleiven & Dolmen 1999).

Die Verbreitung der Art in Europa

Das erste Vorkommen in Europa wurde 1836 aus Irland beschrieben, sechs Jahre später folgte ein weiterer Nachweis aus Schottland (Cook & Urmi-König 1985). In Deutschland wurde die Art erstmals im Jahr 1859 in Berlin beobachtet. Nach einer anfänglich explosionsartigen Verbreitung mit Vorkommen in ganz Deutschland (s.a. Kohler 1995, van de Weyer et al. 1990; Kowarik 2003) sind die Vorkommen der Art mittlerweile etwas zurückgegangen und wurden vielerorts durch Elodea nuttallii verdrängt (u.a. Weber-Oldecop 1977, Vöge 1980, Simpson 1990, Seehaus 1992, James et al. 1999). Dennoch ist die Art auch heute noch in vielen Gewässern in Deutschland anzutreffen (Hauepler et al. 2003).

Die Verbreitung von Elodea canadensis in NRW

In Nordrhein-Westfalen ist Elodea canadensis noch weit verbreitet, obwohl die Zahl der Vorkommen mit der Ausbreitung der verwandten Art Elodea nuttallii stark zurückgegangen ist. Dennoch finden sich in einigen Gewässern bzw. Gewässerabschnitten Elodea canadensis -Dominanzbestände.

Das weitere Ausbreitungspotential der Art

Da die Zahl der Vorkommen von Elodea canadensis in NRW in den letzten Jahren abgenommen hat, ist in der nahen Zukunft eher mit einem weiteren Rückgang der Bestände als mit einer Ausbreitung zu rechnen.

Verbreitungskarte NRW
 
   
 

Literatur zum Thema

Bowmer, K.H., Jacobs, S.W.L. & Sainty, G.R. (1995): Indentification, Biology and Management of Elodea canadensis, Hydrocharitaceae. Journal of Aquatic Plant Management 33: 13-19

Casper, S.J. & Krausch, H.D. (1980): Süßwasserflora von Mitteleuropa, Pteridophyta und Anthophyta, 1. Teil. Band 23, Gustav Fischer Verlag, Stuttgart, 403 S.

Catling, P.M. & Wojtas, W. (1986): The waterweeds (Elodea and Egeria, Hydrocharitaceae) in Canada. Canadian Journal of Botany 64: 1525-1541

Cook, C.D.K. & Urmi-König, K. (1985): A revision of the genus Elodea (Hydrocharitaceae). Aquatic Botany 21: 111-156

Denys, L., Packet, J. & Van Landuyt, W. (2004): Neofyten in het Vlaamse water: signalement van vaste waarden en rijzende sterren. Natuur.focus 3(4): 120-128

James, C.S., Eaton, J.W. & Hardwick, K. (1999): Competition between three submerged macrophytes, Elodea canadensis Michx, Elodea nuttallii (Planch.) St. John and Lagarosiphon major (Ridl.) Moss. Hydrobiologia 415: 35-40

Kleiven, E. & Dolmen, D. 1999. Vasspest Elodea canadensis Michx i Molandsvatnet, Arendal. Elodea canadensis Michx in Molandsvatnet, Arendal, South Norway. Blyttia 57: 117-119.

Kohler, A. (1995): Neophyten in Fließgewässern - Beispiele aus Süddeutschland und dem Elsaß. Schriftenreihe für Vegetationskunde (Sukopp-Festschrift) 27: 405-412

Kohler, A., Sipos, V., Sonntag, E., Penksza, K., Pozzi, D., Veit, U. & Björk, S. (2000): Makrophyten-Verbreitung und Standortqualität im eutrophen Björka-Kävlinge-Fluss (Skane, Südschweden). Limnologica 30: 281-298.

Kowarik, I. (2003): Biologische Invasionen – Neophyten und Neozoen in Mitteleuropa. Stuttgart, Ulmer, 380 S.

Kozhova, O.M. & Izhboldina, L.A. (1993): Spread of Elodea canadensis in Lake Baikal. Hydrobiologia 259: 203-211

Ozimek, T., van Donk, E. & Gulati, R.D. (1993): Growth and nutrient uptake by two species of Elodea in experimental conditions and their role in nutrient accumulation in a macrophyte-dominated lake. Hydrobiologia 251: 13-18

Seehaus, A. (1992): Die Ausbreitung von Elodea nuttallii (Planch.) St. John in der Leinaue südlich von Hannover im Zeitraum von 1973 bis 1991. Floristische Rundbriefe 26 (2): 72-78

Simberloff, D. & Gibbons, L. (2004): Now you see them, now you don`t!- population crashes of established introduced species. Biological Invasions 6: 161-172

Simpson, D.A. (1990): Displacement of Elodea canadensis Michx. by Elodea nuttallii (Planch.) St. John in the British Isles. Watsonia 18: 173-177

Spicer, K.W. & Catling, P.M. (1988): The biology of Canadian weeds. 88. Elodea canadensis Michx. Canadian Journal of Plant sciences 68: 1035-1051

Tremp, H. (2001): Standörtliche Differenzierung der Vorkommen von Elodea canadensis Michx. und Elodea nuttallii (Planch.) St. John in Gewässern der badischen Oberrheinebene. Berichte des Instituts für Landschafts- und Pflanzenökologie 10: 19 - 32

Van de Weyer, K., Wahrenburg, P. & Wiegleb, G. (1990): Die Makrophytenvegetation im Einzugsgebiet der Rur. 1. Die Fließgewässervegetation und ihre Bedeutung für Naturschutz und Landschaftspflege. Decheniana 143: 141-159

Vöge, M. (1980): Elodea nuttallii (Planch.) St. John im Öjendorfer See in Hamburg. Kieler Notizen 12: 7

Weber-Oldecop, D.W. (1977): Elodea nuttallii (Planch.) St. John, eine neue limnische Phanerogame der deutschen Flora. – Archiv für Hydrobiologie 79: 397-403

Wells, R.D., de Winton, M.D. & Clayton, J.S. (1997): Successive macrophyte invasions within the submerged flora of Lake Tarawera, Central North Island, New Zealand. New Zealand Journal of Marine and Freshwater Research 31: 449-459

Wolff, P. (1980): Die Hydrillae (Hydrocharitaceae) in Europa. Göttinger Floristische Rundbriefe 14: 33-56

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