Azolla filiculoides

Crassula helmsii

Egeria densa

Eichhornia crassipes

Elodea canadensis

Elodea nuttallii

Hydrocotyle ranunculoides

Hygrophila polysperma

Lagarosiphon major

Lemna aequinoctialis

Lemna minuta

Lemna turionifera

Myriophyllum aquaticum

Myriophyllum heterophyllum

Pistia stratiotes

Sagittaria sagittifolia

Vallisneria spiralis

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  Egeria densa Planchon. (= Elodea densa (Planchon) Caspary, Anacharis densa (Planchon) Marie-Victorin, Dichte Wasserpest, Hydrocharitaceae)
 

Beschreibung der Art

Die Pflanzen sind reich verzweigt, flutend oder kriechend untergetaucht und erreichen Längen bis zu 3 m (Countryman 1970, Dutartre et al. 1999). Die Stengel haben einen Durchmesser von 2 - 3 mm. Die Blätter sind sitzend, (10) 15 - 30 (40) mm lang, 2 - 5 mm breit, lanzettlich-länglich bis breit linealisch, zugespitzt und fein gesägt, mit 20 bis 30 sehr feinen, einzelligen Zähnen. Die Blätter sind einnervig, die unteren oft gegenständig und die oberen mit (3) 4 - 5 (6) in einem Quirl (Casper & Krausch 1980). In Europa sind bislang nur männliche Blüten bepbachtet worden. Diese zu (1) 2 - 4 (5) pro Spatha; Hypanthium 2,5 - 7,5 cm lang, die äußeren Perianthblätter elliptisch, kahnförmig und 3 - 4 mm lang, die inneren Perianthblätter verkehrt eiförmig bis rundlich und mit einer Länge von 9,5 - 12 mm und einer Breite von 3,5 - 9 mm länger und breiter als die äußeren. Die 9 (-10) Staubblätter mit keulig angeschwollenen, drüsig-papillösen Filamenten, die inneren 3 aufrecht und die äußeren 6 in 2 Kreisen zu je 3, aufgebogen. Die männliche Spatha ist 8 - 12 mm lang, sitzend, spindelförmig und an der Spitze kurz 2-zähnig.

Zur Bestimmung und Unterscheidung zu Egeria najas Planchon

Egeria najas ist ebenfalls wie Egeria densa eine beliebte Aquarienpflanze, so daß in Zukunft auch mit einem Auftreten der Art in manchen Gewässern gerechnet werden kann. Aus diesem Grund soll hier kurz auf die Unterscheidung der beiden Arten eingegangen werden (nach Casper & Krausch 1980).

E. densa: Blätter am Rand fein gesägt, die unteren gegenständig, die oberen zu 4 - 5 in einem Wirtel; innere Perianthblätter der weiblichen Blüten 6 - 8 mm lang und 5 - 8 mm breit, die der männlichen Blüten 9,5 - 12 mm lang und 3,5 - 9 mm breit; Staubfäden keulig angeschwollen

E. najas: Blätter am Rande rauh, entfernt spitz zugesägt, zu 3 - 4 in einem Wirtel, innere Perianthblätter der weibichen Blüten etwa 4 mm lang und 2,8 mm breit, die der männlichen Blüte etwa 7 mm lang und 6 mm breit; Staubfäden schmal keilförmig

Weitere Angaben zur Unterscheidung zu weiteren Arten aus der Familie der Hydrocharitaceae gibt Wolff (1980).

Herkunftsgebiet der Art und weitere Vorkommen weltweit

Die ursprünglich aus dem warmgemäßigten Südamerika (Argentinien, Uruguay und Brasilien) stammende Art aus der Familie der Hydrocharitaceae ist eingebürgert in Chile, Mexiko und den USA und in vielen weiteren Ländern eingeschleppt (Algerien, Kenia, Japan, Neuseeland, Australien).

Unter günstigen Bedingungen kann sich die Pflanze als Neophyt explosionsartig ausbreiten. In Japan beispielsweise wurde die Pflanze 1940 erstmalig in der freien Natur nachgewiesen. Bei den Pflanzen handelte es sich um Flüchtlinge aus pflanzenphysiologischen Versuchsanstalten, die sich bis heute explosionsartig vermehrten und nunmehr viele aquatische Ökosysteme dominieren (Kadono et al. 1997 in Les & Mehrhoff 1999). Aber auch aus anderen Regionen der Erde ist eine massive Ausbreitung der Art beschrieben worden (u.a. Roberts et al. 1999). Die Pflanze ist dabei in der Lage, aus Sproßbruchstücken von nur wenigen cm Länge neu auszutreiben und neue Areale zu besiedeln (Les & Mehrhoff 1999).

Die Verbreitung der Art in Europa

Aus Westfrankreich sind in Flüssen vorkommende dichte und flächendeckende Bestände bekannt (Dutartre et al. 1999, Casper & Krausch 1980), in denen die Art oft mit Vallisneria spiralis, Elodea canadensis und Nymphoides peltata vergesellschaftet ist. Es wird beschrieben, daß die Art einen hohen Konkurrenzdruck auf Elodea canadensis ausübt und diese zeitweise verdrängt (Casper & Krausch 1980). Auch in anderen europäischen Ländern haben sich neophytische Vorkommen von Egeria densa etabliert, z.B. in England, den Niederlanden (Mennema & Oostroom 1977, van der Meijden & Holverda 1988, van der Meijden et al. 1997)) und der Schweiz, oder es treten erste Bestände in den Gewässern auf (z.B. in Belgien (Robijns et al. 2002)), wobei die Art in Deutschland und den angrenzenden Ländern eher selten auftritt.

In Europa sind bislang nur männliche Pflanzen beobachtet worden, die im Sommer z.T. reichlich blühen (Casper & Krausch 1980). Wolff (1980) weist zudem darauf hin, daß auch aus Südamerika bislang nur ein einziger Nachweis weiblicher Blüten beschrieben wurde. Die Art ist eine weit verbreitete Aquarienpflanze, so daß die Herkunft der Vorkommen der Pflanzen (in der Erft, wie auch an anderen Stellen weltweit) in Aquarien gesehen werden muß (Wolff 1980, Les & Mehrhoff 1999). Casper & Krausch (1980) weisen darauf hin, daß sich die Pflanze in unseren Breiten nur in warmwasserbelasteten Gewässern dauerhaft ansiedeln kann.

Die Verbreitung von Egeria densa in NRW

In Nordrhein-Westfalen ist Egeria densa aus der Erft und einigen weiteren Gewässern bekannt. So berichten Galunder et al. (1989) von Vorkommen im Stallberger Teich bei Siegburg und im NSG Neandertal im Kreis Mettmann, Schmitz (pers. Mitteilung) verweist auf ein Vorkommen im Raum Wuppertal. Ob sich die Vorkommen jedoch als beständig erweisen, ist fraglich. Die Art wurde auch schon zu früherer Zeit in verschiedenen Gewässern beobachtet (Glück 1936 in Diekjobst & Wolff 1995, Wolff 1980), hielt sich jedoch in diesen nicht thermisch belasteten Gewässern nur wenige Jahre.

Bei Untersuchungen in der Erft wurden vor allem im Bereich Bedburg bis Frimmersdorf bei Untersuchungen im Jahr 2003 z.T. sehr dichte und große Bestände gefunden. Die Art wurde bereits Ende der 80er Jahre für die Erft beschrieben, wobei die damaligen Vorkommen lediglich eine sehr begrenzte Ausdehnung hatten (Abts 1994). Diekjobst & Wolff (1995) beschreiben jedoch eine explosionsartige Ausdehnung seit 1991, wobei die Besiedlung im Jahr 1995 erst im Bereich Bedburg und Kaster einsetzte. Zu dieser Zeit fanden sich auch flußabwärts von Gustorf große Bestände von Egeria densa bis in den Bereich von Neuss-Holzheim, also nahe der Mündung in den Rhein, die bei der aktuellen Kartierung in ihrer ehemaligen Ausdehnung aber nicht mehr anzutreffen waren. Somit zeigte sich also eine Verschiebung der Bestände flußaufwärts, wobei im Jahr 2003 erste kleinere Vorkommen bereits oberhalb von Bedburg ausgemacht werden konnten.

Das weitere Ausbreitungspotential der Art

Aufgrund der doch relativ starken Abhängigkeit der Art an Gewässer in thermisch begünstigten Gebieten ist in NRW vorerst mit keiner starken Ausbreitung der Art zu rechnen.

Verbreitungskarte NRW
 
   
 

Literatur zum Thema

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