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Pistia stratiotes
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| Crassula helmsii (Kirk) Cockayne (= Crassula recurva (Hooker fil.) Ostenfeld non E. Brown, Bullardia recurva Hooker fil., Tillaea helmsii T. Kirk, Helms Dickblatt, Crassulaceae) | ||
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Beschreibung der Art Die ausdauernden und sukkulenten Pflanzen besitzen runde, kahle, einfach oder nur wenig verzweigte, kriechende bis aufsteigende Sprosse, die mehr als 1 m lang werden können (Lang 1981, Dawson 1994). Die Wurzeln befinden sich an den unteren Nodien (Casper & Krausch 1981). Die gegenständigen und am Grunde miteinander verwachsenen lineal -lanzettlichen Blätter werden bis zu 20 cm lang und 1 - 2 mm breit (Lang 1981, Horsthuis & Zonderwijk 2003). Crassula helmsii ist anhand der Blüten von der (mittlerweile in Deutschland ausgestorbenen) Art Crassula aquatica zu unterscheiden. Die Blüten von Crassula aquatica sitzen ungestielt in den Blattachsen, während die Blüten von Crassula helmsii auf 2 - 8 mm langen Blütenstielen sitzen (Dawson 1987). Die Blüten von Crassula helmsii sind weiß, 4-zählig und 2 - 3 mm im Durchmesser. Die Kelchblätter sind grün, 1/2 - 2/3 so lang wie die Kronblätter, eiförmig spitz und im unteren Drittel verwachsen. Die Kronblätter sind weiß bis blaß rosaweiß, etwa 2 mm lang, schmal eiförmig, stumpf bis spitz, ausgebreitet. Die Fruchtbälge sind 2 mm lang und in einem persistierenden Schnabel verschmälert. Die Balgschuppen sind linealisch-lanzettlich und an der Spitze keilig verbreitert. Die 3 - 5 Samen sind 0,4 mm lang (Casper & Krausch 1981). Herkunftsgebiet der Art und weitere Vorkommen weltweit Das zur Familie der Crassulaceae gehörende Helms Dickblatt stammt ursprünglich aus Australien und Neuseeland. Die Art besiedelt tiefe und flache, z.T. auch periodisch austrocknende Stillgewässer, Bäche, Gräben, Kanäle und Flußufer, ist aber auch in Salzwiesen und Sümpfen zu finden. Die Verbreitung der Art in Europa Crassula helmsii ist aus verschiedenen Ländern als Neophyt bekannt und verursacht lokal auch größere Probleme. In einigen Fällen sind unter günstigen Bedingungen Verdrängungen einheimischer Pflanzen beobachtet worden (Watson 1999, 2001). Aus England ist die Art seit mehreren Jahrzehnten bekannt. Dawson (1994) geht davon aus, daß Crassula helmsii schon vor 1914 nach England gelang. Aber erst in der Mitte der 1950er Jahre wurden erste eingebürgerte Vorkommen der Art in Essex nachgewiesen. 1990 gab es 270 bekannte Vorkommen der Art in England, 1992 waren es dann bereits 390 (Dawson 1994). Dawson (1994) berichtet zudem von weiteren 15 Vorkommen in Wales und zusätzlichen 10 in Schottland. Auf dem europäischen Kontinent erfolgten erste Nachweise der Art zu Beginn der 1980er Jahre aus Deutschland (Lang 1981) und Belgien (Margot 1983). In der Folgezeit mehrten sich die Berichte über weitere Vorkommen in Belgien (Slembrouck & Molenaar 2001, Denys & Packet 2004), den Niederlanden (Brouwer & den Hartog 1996, Horsthuis & Zonderwijk 2003a,b, Verschoor 2005) und auch in Deutschland (Büscher et al. 1990, Christensen 1993, Küpper et al. 1996). Die Verbreitung von Crassula helmsii in NRW Aus NRW sind mittlerweile gut ein Dutzend verschiedene Vorkommen bekannt. Das größte Vorkommen in NRW dürfte sich am Fühlinger See finden (VASA Köln, 2003). Hier wachsen die Pflanzen weit verbreitet an den Ufern, wo sich z.T. bis zu mehrere Zentimeter dicke Matten ausbilden, und dringen im Gewässer weit tiefer als die von Dawson (1994) angegebenen 3 m Wassertiefe vor. Neuere Untersuchungen der VASA Köln zeigen, daß sich die Bestände am Gewässer weiterhin ausbreiten. Das weitere Ausbreitungspotential der Art Die weitere Ausbreitung der Art erfolgt in NRW bislang sehr langsam, so daß auch in der nächsten Zeit mit keiner ähnlich raschen Ausbreitung, wie sie beispielsweise in Großbritannien erfolgt ist, gerechnet werden muß. Dennoch kann es lokal in den betroffenen Gewässern zu einer Verdrängung einheimischer Wasserpflanzenarten kommen. |
Verbreitungskarte NRW | |
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Literatur zum Thema Brouwer, E. & den Hartog, C. (1996): Crassula helmsii (Kirk) Cockayne, een adventief op droogvallende, zandige oevers. Gorteria 22: 149-152 Büscher, D., Raabe, U. & Wentz, E.M. (1990): Crassula helmsii (T.Kirk) Cockayne in Westfalen. Floristische Rundbriefe 24(1): 8-9 Casper, S.J. & Krausch, H.-D. (1981): Süsswasserflora von Mitteleuropa, Pteridophyta und Anthophyta. 2. Teil, Band 24, Gustav Fischer Verlag, Stuttgart Christensen, E. (1993): Crassula helmsii (T.Kirk) Cockayne - neu in Schleswig-Holstein. Kieler Notizen zur Pflanzenkunde in Schleswig-Holstein u. Hamburg 22: 1-7 Cockerill, D.I. (1980): Crassula helmsii (T.Kirk) Cockayne. Watsonia 13: 165 Dawson, F.H. (1994): Spread of Crassula helmsii in Britain. In: de Waal, L.C., Child, L.E., Wade, P.M. & Brock, J.H. (eds.): Ecology and Management of Invasive Riverside Plants, Wiley, S. 1-14 Dawson, F.H. & Warman, E.A. (1987): Crassula helmsii (T. Kirk) Cockayne: Is it an Agressive Alien Aquatic Plant in Britain?- Biological Conservation 42: 247-272. Dawson, F.H. (1996): Crassula helmsii: attempts at elimination using herbicides. Hydrobiologia 340: 1996 Denys, L. & Packet, J. (2004): Crassula helmsii ook in brak water. Dumortiera 82: 27-28 Denys, L., Packet, J. & Van Landuyt, W. (2004): Neofyten in het Vlaamse water: signalement van vaste waarden en rijzende sterren. Natuur.focus 3(4): 120-128 Hauepler, H., A. Jagel & W. Schuhmacher (2003): Verbreitungsatlas der Farn- und Blütenpflanzen in Nordrhein-Westfalen. Hrsg.: Landesanstalt für Ökologie, Bodenordnung und Forsten NRW, Recklinghausen. Horsthuis, M.A.P. & Zonderwijk, M. (2003a): Extra aandacht voor Watercrassula (Crassula helmsii (Kirk) Cockayne): Gorteria 29: 1-6 Horsthuis, M.A.P. & Zonderwijk, M. (2003b): Watercrassula (Crassula helmsii (Kirk) Cockayne): een nieuwe soort voor Oost-Nederland. Hypericum 1: 8-12 Küpper, F., Küpper, H. & Spiller, M. (1996): Eine aggressive Wasserpflanze aus Australien und Neuseeland: Crassula helmsii (Kirk) Cockayne. Floristische Rundbriefe 30(1): 24-29 Lang, W. (1981): Crassula recurva (Hook) Ostenf., eine neue adventive Art in der Bundesrepublik Deutschland. Göttinger Floristische Rundbriefe 15: 41-44 Leach, J. & Dawson, F.H. (2000): Is resistance futile? The battle against Crassula helmsii. Journal of Practical Ecology and Conservation 4: 7-17 Slembrouck, J. & Molenaar, E. (2001): Crassula helmsii (Kirk) Cockayne, een nieuwe bedreiging voor onze waterflora? Dumortiera 78: 20-23 Vasa Köln e.V. (2003): Kartierungsbericht Fühlinger See 2003. [Elektronische Version]. Verschoor, G. (2005): Het Gevaar Watercrassula. Naturhistorisch Maandblad 94: 121-126 Watson, W. (1999): Amphibians & Crassula helmsii. [Electronic version]. Froglog 31. Watson, W. (2001): An Unwelcome Invader! [Electronic version]. Worcestershire Record 10. Zonderwijk, M., Schmidt, G., Stegeman-Broos, E., Gerard, R., Teekens,
HJ., Huisintveld, A., Croese, T., Dammers, W., Wind, J., Werkman, W.,
Neurink, H. & Hekkink, H. (2004): Uitheemse plaagplanten in Twentse
wateren. 24 S. |
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